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Das Thema „Wohin?“ läßt sich, viele werden es bedauern, leider nicht stichhaltig und nachweisbar weiterverfolgen. Zu einem Zeitpunkt nach der Gegenwart, speziell nach dem Tod, hört halt einfach der Bereich des Wissens auf, dort existiert nur noch der Bereich des Glaubens.

Sokrates bezeichnete den als Lügner, der eine bestimmte Existenzform nach dem Tod präsentierte, da er das ja nicht wissen konnte.

Dies gilt also ganz besonders für ein potentielles Weiterleben nach dem Ende unserer (gegenwätigen) Existenz. Was kommt nach unserem Tod? Angstbesetzt, kann diese Frage nur ein spiritueller, oder religiöser Glaube, beantworten. Und weil diese damit vermittelte Hoffnung so regional unterschiedlich, so individuell an einer vermittelten Kultur hängt, unter anderem deswegen gibt es verschiedene Religionen in den verschiedenen Kulturgruppen, ja sogar innerhalb derselben..

Traditionell herrscht in Bayern, und damit in München, bedingt durch die Sicht der hier seit langem, vor allem seit Napoleon, regierenden Wittelsbacher, die römisch-katholische Religion vor. Die so eigentlich nicht geplante Weltoffenheit des Landes, und, unter anderem, der Stadt München, haben allerdings in Laufe der letzten Jahrhunderte, eben speziell auch nach dem Machtverlust der Wittelsbacher, auch Menschen aus anderen Teilen der Welt angezogen, die ihre heimatliche Kultur, und allem ihre je eigene Religion, mitbrachten und in München zu einer Blüte gedeihen ließen.

Im Laufe meines eigenen Lebens, in den letzten gut 60 Jahren, habe ich einige davon, meist aus Neugier, erleben dürfen. römisch-katholisch getauft, gefirmt und sozialisiert, habe ich diese Religion zu Beginn meines Studiums verabschiedet.

Aus mir heute kaum noch nachvollziehbaren Motiven habe ich mich, mit gut 20, einige Jahre intensiver mit dem Islam beschäftigt, war interessiertes Mitglied des Vereins für islamische Kunst und Kultur und hab den Islam vor Ort bei etlichen Türkei-Besuchen kennengelernt.

Den Buddhismus, mit seinen vielen heimischen Varianten, konnte ich bei meiner gut 4- jährigen Tätigkeit in der Geschäftsstelle der Deutschen Buddhistischen Union kennenlernen.

Interessanterweise kam ich mit dem Judentum erst in der Anfangszeit meiner Ahnenforschung, so um 2010, in Berührung. Es hat sich da zwar keine mir bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte Verwandtschaft aufgetan, dafür aber ein intensives Interessse an dieser geschlagenen und gequälten Nation, das bis heute anhält.

Allerdings hat mir meine Ahnenforschung ein protestantisches Erbe eröffnet, und damit eine neue Sicht auf die Nachkommen von Martin Luther, angeführt von meinem Großvater mütterlicherseits und seinen Vorfahren. Und ich selbst habe auch evangelisch in München geheiratet, ohne selbst dieser Religion beigetreten zu sein.

Aus den beschriebenen eigenen Erfahrungen mit all den religiöen Strömungen, denen ich im Laufe meines Lebens begegnen durfte, fühle ich mich also durchaus in der Lage, Hinweise zu und Aussagen über die reliösen Gruppierungen in München zu machen, der Stadt, in der ich gut 50 Jahre meiner Lebenszeit, und allen diesen Begengungen ausgesetzt, verbracht habe.

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